Multi-direktionale Strategiediversifikation

Um in einer turbulenten Welt das Ziel stabilerer Renditen zu erreichen, reicht es nicht aus, die gelernten, klassischen Investmentstrategien einzusetzen. Sogar Strategien, die bis vor kurzem vermeintlich als "sicher" und "konservativ" galten, bieten in der Welt von heute nicht mehr die gelernte Sicherheit.

Wie richtig anlegen in einer turbulenten Welt?

Seit dem Entstehen der Kapitalanlage sind die Kapitalmarktpraxis und die Kapitalmarkttheorie auf der Suche nach Möglichkeiten, um Renditen zu optimieren und Risiken zu begrenzen. Trotzdem stellt sich weiterhin die Frage, wie in der heutigen Welt richtig angelegt werden kann. Um die Antwort auf diese Frage nachvollziehen zu können, ist es wichtig, die Historie der Kapitalmarkttheorie zu verstehen, sowie die Revolution, die sich im Laufe der Jahre hat am Kapitalmarkt vollzogen hat.

Historische Entwicklung der Diversifikationstheorie

Eine zentrale Entwicklung in der Kapitalmarkttheorie war das Konzept der Diversifikation. Während Adel, Industriefamilien und Geldhäuser schon seit Jahrhunderten ihre Risiken streuten, machte Nobelpreisgewinner Harry Markowitz klar, welche herausragende Bedeutung die Diversifikation für Anleger im Umgang mit Unsicherheit haben kann.

Das Prinzip der Diversifikation wurde anfänglich vor allem in Bezug auf Aktienportfolios untersucht und demonstriert. Durch diesen Fokus entwickelte sich bei vielen Anlegern jedoch eine falsche Einschätzung der Sicherheit, die Diversifikation einem Aktienportfolio bieten kann. Die Theorie wurde von machem Anleger reduziert auf: "Wenn ich genug unterschiedliche Aktien kaufe, ist mein Aktienportfolio sicher". Die Crashes und Flauten am Aktienmarkt machten schnell klar, dass dieser Ansatz zu sehr vereinfacht war.

Der nächste große Schritt war die Anwendung der Diversifikation nicht nur innerhalb einer Assetklassen (wie z.B. Aktien), sondern über mehrere Assetklassen (wie z.B. Aktien, Renten, Immobilien und Rohstoffe) hinweg. Auch hier konnten Bewegungen innerhalb einer Assetklassen durch nicht-synchrone Bewegungen anderer Assetklassen teilweise ausgeglichen werden. Die Diversifikation über Assetklassen (was gemeinhin als Multi-Asset-Investing bezeichnet wird) brachte tatsächlich eine weitere Verbesserung der Risiko-Rendite-Verhältnisse. Aber leider wurde auch die Multi-Asset-Diversifikation in ihrer Wirkung überschätzt. Denn in Krisenzeiten verändern die meisten Assetklassen ihr Verhalten, mit dem Ergebnis, dass alle Assetklassen gleichzeitig im Wert sinken können. Die vermeintliche Sicherheit durch die Multi-Asset-Diversifikation war hierdurch in Schlüsselsituationen nicht gegeben.

Aus diesem Grund hört man öfters die Frage, ob Markowitz überhaupt taugt? Die Antwort auf diese Frage lautet definitiv ja, jedoch nur wenn die Diversifikation die Möglichkeiten des modernen Kapitalmarktes auch vollständig in Anspruch nimmt. Hierzu ist es erforderlich, neben der Diversifikation innerhalb einer Assetklasse und der Diversifikation über Assetklassen hinweg, auch die dritte Ebene der Diversifikation in Anspruch zu nehmen, nämlich die Diversifikation über Strategien.

Multi-direktionale Strategiediversifikation

Klassische Investmentstrategien sind "long". Das bedeutet, dass die Wertentwicklung der Strategie stark mit der Wertentwicklung des Marktes zusammenhängt. Ein Aktienportfolio beispielsweise bewegt sich in der Regel sehr ähnlich wie der Aktienmarkt. Geht der Aktienmarkt hoch, geht das Aktienportfolio hoch, geht der Markt runter, geht auch das Portfolio runter. Es gibt keine Möglichkeit, mit einer Long-Strategie in einem stark fallenden Markt, Verluste zu vermeiden. Klassische Multi-Asset-Strategien sind auch "long". Die Portfolios können zwar in mehreren Assetklassen, wie Aktien, Renten, Rohstoffe etc., investiert sein. Jedoch, wenn diese Assetklassen alle im Wert fallen, können sich auch Multi-Asset-Portfolios nicht gegen die Marktentwicklung stemmen.

Um stabilere Renditen zu erreichen, brauchen Anleger Strategien, die sie vom Auf und Ab der Kapitalmärkte unabhängiger machen können. Hierzu ist es erforderlich, neben "Long-Strategien" auch "Short-Strategien" und "Options-Strategien" einzusetzen. Nur so kann der Anleger die gewünschte Strategiediversifikation erreichen. Damit besitzt der Anleger dann auch die Instrumente um sein Vermögen gut durch Krisenzeiten zu bringen.

Strategiediversifikation durch multi-direktionale Investmentstrategien ist nichts anderes, als die Berücksichtigung sämtlicher Strategierichtungen (Long, Short und Optionen) um eine wirkungsvolle Diversifikation zu erreichen.

Revolution am Kapitalmarkt

Im Laufe der Jahre hat sich am Kapitalmarkt eine Revolution vollzogen. Früher waren die besten Strategien ausschließlich den größten institutionellen Investoren mit der höchsten Investititonssumme vorbehalten. Durch die kontinuierliche Senkung der Transaktionskosten an den Kapitalmärkten und durch die Institutionalisierung von Vehikeln zur Kapitalbündelung (wie z.B. Investmentfonds) stehen sämtliche Strategien mittlerweile allen Anlegern, unabhängig von ihrer Anlagesumme, zur Verfügung.

Wir nutzen diese Revolution am Kapitalmarkt um das gesamte Instrumentarium der institutionellen multi-direktionalen Investmentstrategien für unsere privaten und semi-institutionellen Mandanten einzusetzen.

Privat anlegen wie ein institutioneller Investor

Die Deutsche Wertpapiertreuhand hat sich auf stabilere Renditen spezialisiert. Um diese zu erreichen, setzen wir institutionelle Investmentstrategien für unsere Mandanten ein.

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Marcel van Leeuwen

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