Vermögensverwaltung mit Immobilien

Immobilien können einen wichtigen Anteil in Vermögensverwaltungen ausmachen. Generell sind drei Varianten zu unterscheiden:

  1. Direktbeteiligungen
  2. Offene Immbilienfonds
  3. Geschlossene Immbilienfonds

Direktbeteiligungen

Bei einer Direktbeteiligung hält der Investor die Immobilie unmittelbar. Das klassische Beispiel ist die Immobilie, die als Kapitalanlage gekauft und vermietet wird. Ein von vielen Investoren geschätzter Vorteil ist der direkte Bezug zur Immobilie, was insbesondere ein psychologischer Effekt ist. Ein Nachteil ist die fehlende Effizienz, weil in der Regel kaum Economies of Scale für den Investor zu erreichen sind.

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds haben im Gegensatz zu Direktbeteiligungen eine hohe Effizienz, weil aufgrund ihres hohen Investitionsvolumens Economies of Scale im Einkauf, in der Finanzierung, sowie in der Verwaltung gegeben sind. Ihre Offenheit zeigt sich in täglichen Bewertung der Investmentanteile, sowie in der Möglichkeit, täglich Investmentanteile von der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) zu erwerben oder an die KAG zurück zu geben. Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass die tägliche Rückgabe in Krisensituationen nicht immer durchgehalten werden kann.

Geschlossene Immobilienfonds

Ähnlich wie offene Immobilienfonds haben geschlossene Immobilienfonds die Möglichkeit Effizienz durch Economies of Scale zu erreichen, wobei das Investitionsvolumen von geschlossenen Fonds in der Regel deutlich kleiner ist als das von offenen Immobilienfonds. Ihre Geschlossenheit zeigt sich, in der Abwesenheit, die Anteile an den Emittenten zurückgeben zu können. Dies trägt dem langfristigen Charakter einer Immobilienanlage Rechnung.

Das oft verwendete Argument, dass geschlossene Beteiligungen nicht dem Auf und Ab der Börsen ausgesetzt sind, ist nicht stichhaltig. Es fehlt lediglich die tägliche Bewertung nach Angebot und Nachfrage. In solchen Fällen wo diese gegeben ist, wie z.B. bei REITs (Immobilienaktien), zeigt sich auch hier die Volatilität des wirtschaftlichen Umfelds. Spätestens wenn ein Investor zwischenzeitlich verkaufen möchte, zeigt sich, dass der Wert der Anlage nicht garantiert ist, sondern Gesetz von Angebot und Nachfrage unterliegt. Obwohl ein Zweitmarkt vorhanden ist, sind die Preise am Zweitmarkt oft unattraktiv.

Gewerblich oder Wohnimmobilien

Direktbeteiligungen und geschlossene Immobilienfonds investieren sowohl in gewerbliche als auch in Wohnimmobilien. Offene Immobilienfonds investieren primär in gewerbliche Immobilien.

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Marcel van Leeuwen