Vermögensverwaltung mit Private Equity

Im Gegensatz zu "Public Equity", das auf öffentliche, börsengehandelte Anlagen deutet, bezieht sich der Begriff "Private Equity" auf Anlagen, die nicht an einer Börse gehandelt werden. Im Prinzip ist der Begriff "Private Equity" also deckungsgleich mit dem Begriff "Beteiligung". Gerade im Retailbereich ist die Verwendung des Begriffs Private Equity für alle Arten von Beteiligungen modisch geworden. Der Ursprung und damit die institutionelle Bedeutung von Private Equity sind allerdings wesentlich spezifischer.

Venture Capital, Buy-Outs und Restrukturierungen

In der institutionellen Praxis steht der Begriff Private Equity für Unternehmensbeteiligungen mit einem höheren Risiko-Rendite-Niveau. Sehr bekannt ist mittlerweile das Venture Capital, mit dem junge und wachsende Unternehmen finanziert werden. Nicht-börsenfinanzierte Übernahmen von größeren Unternehmen, die verkauft oder restrukturiert werden sollen, laufen unter den Stichworten "Buy-Out" und Restrukturierungen.

Sinnvolle Private Equity Investments für Privatanleger

Aufgrund des hohen Risiko-Rendite-Niveaus machen Investments in Private Equity nur wirklich Sinn, wenn der Investor durch eine hohe Anzahl von unterschiedlichen Private Equity Investments ein hohes Maß an Riswikostreuung erreichen kann. Für private Anleger, die weniger als einige Hunderte Millionen Euro anlegen, bedeutet das, dass Private Equity Investment sinnvollerweise nur über "gepoolte" Anlagevehikel, wie zum Beispiel große Private Equity Fonds, vorgenommen werden sollten. Allerdings gibt es neben den Retailprodukten nur sehr wenige institutionelle Investmentvehikel, die auch für private Anleger zugänglich sind und eine für Privatanleger vertretbare Liquidität besitzen.

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Marcel van Leeuwen