Vermögenserhalt beziehungsweise Werterhalt
Vorsichtige Anleger haben oft die Anforderung an ihre Vermögensverwaltung, dass das der Wert ihres Vermögens erhalten bleiben soll. Was auf den ersten Blick wie eine einfache, leicht zu erfüllende Anforderung wirkt, sollte bei näherem Hinsehen sehr differenziert betrachtet werden.
Vor oder nach Steuern und Inflation?
Der Vermögensverwalter könnte es sich bei der Umsetzung der Anforderung leicht machen, und das Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass das Vermögen erhalten bleibt.
Mit dieser Lösung wäre der Mandant mit Sicherheit nicht zufrieden, denn, die Rendite von Tagesgeld ist in der Regel sehr niedrig. In Euro gerechnet wäre das Vermögen dadurch zwar erhalten. Jedoch nach Steuern und Inflation betrachtet, wäre der Wert, oder die Kaufkraft des Vermögens, nicht mehr erhalten.
Wie konservativ?
Folglich sollten Mandant und Vermögensverwalter zusammen ein Risiko-Rendite-Niveau definieren, das einen goldenen Mittelweg zwischen Vorsicht und Vermögenserhalt nach Steuern und Inflation bildet. Ziel ist es, ein Risiko-Rendite-Niveau zu wählen, das einerseits einen Ausgleich für Steuern und Inflation bieten kann, und anderseits die Wahrscheinlichkeit von höheren Wertverlusten über längere Zeiträume niedrig und für den Mandanten akzeptabel hält.
Umsetzung
Bei der Umsetzung einer Werterhaltstrategie bilden niedrigverzinsliche Renten, Immobilien, konservative Alternative Investments und Multi-Asset-Strategien die wichtigsten verfügbaren Bausteine.
Ein besondere Herausforderung bildet die Umsetzung einer Werterhaltstrategie in Zeiten höherer Inflation.
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